Presseberichte

Pflege im Quartier

Ins neue Pflegewohnheim an der Breddestraße/Ecke Hermann-Löns-Straße ziehen am 1. März die ersten kleinen Wohngruppen ein. Konzept sieht engen Kontakt zum Umfeld vor.

Der Neubau auf dem früheren Gelände des Straßenverkehrsamts an der Breddestraße/Ecke Hermann-Löns-Straße füllt sich. Nach Mietern im "betreuten Wohnen" und einem Pflegedienst zieht am 1. März eine stationäre Einrichtung ein. Der Träger, die "fünf Wände Wohnkonzepte GmbH", richtet vier Wohngruppen für jeweils fünf bis sechs pflegebedürftige Menschen ein. Sie sollen die familiäre Atmosphäre einer Wohngemeinschaft genießen und zugleich nicht auf die Sicherheit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung verzichten.

Jede Gruppe verfügt über ein 30 Quadratmeter großes Wohnzimmer und eine kleine Küche, in der die Bewohner kleine Mahlzeiten selbst zubereiten können. "Wir binden die Bewohner in die alltäglichen Verrichtungen ein", sagt "fünf Wände"-Geschäftsführer Willi Conrad. "Gerade dieser gewohnte Alltag ist es, der ihnen das Gefühl gibt, wirklich zu Hause zu sein." Aus diesem Grund sind Gemeinschaftsräume und Zimmer bis auf die Einbauküchen und Pflegebetten ohne Möblierung. Die Bewohner sollen Platz haben, ihre vertrauten Möbel aufzustellen. Die Einzelzimmer sind 20 bis 25 Quadratmeter groß und haben ein Badezimmer. Sie sind mit einem Notrufsystem ausgerüstet, 15 haben eine kleine Loggia.

Vom Konzept der kleinen Gruppen sollen auch dementiell erkrankte Menschen profitieren, die in einer Wohngruppe zusammen leben werden. Nach Conrads Erfahrungen holen "die intensive Betreuung und die Sinneseindrücke im Zusammenleben die Betroffenen häufig etwas aus ihrer Zurückhaltung heraus". Neben den Aktivitäten in der Wohngruppe spielt der Kontakt zu Bewohnern des Servicewohnens und zum direkten Umfeld eine große Rolle. Für die Mahlzeiten wird ein Bistro eingerichtet, das auch andere Bewohner des Quartiers nutzen können. Auch Angebote wie Gymnastik, Spielnachmittage und Gottesdienste sind offen.

"Pflegebedürftige Menschen behalten so den Kontakt zum gewohnten Umfeld und damit viel Lebensqualität", sagt Conrad. Auch für Empfänger kleiner Renten seien die Pflegesätze finanzierbar. Die Kosten liegen nach Auskunft der "fünf Wände"-GmbH "im Durchschnitt der Angebotsskala". "Ich freue mich, dass es endlich losgeht", sagt Hausleiterin Walburga Seelig, die über 30 Jahre Erfahrung in der Pflege mitbringt. Das Pflegepersonal um sie herum ist zu über 50 % vom Fach, was die gesetzliche Quote übertrifft. Weitere Mitarbeiter werden noch eingestellt. Es können auch noch Bewohner/innen aufgenommen werden. Kontakt: Tel: 0231/79 33 08.



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