Presseberichte
EN-Kreis: Mehr Wohnraum für Senioren nötig
- Details
- Veröffentlicht am Montag, 20. Dezember 2010 13:10
- Geschrieben von Der Westen / EN Kreis, Redaktion

Senioren haben schlechte Chancen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden – im Ennepe-Ruhr-Kreis droht eine „graue Wohnungsnot”: Bereits in 15 Jahren werden im Ennepe-Ruhr-Kreis rund 8530 altengerechte Wohnungen benötigt. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zur „Wohnsituation im Alter“ hervor. Damit haben Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft gemeinsam mit der IG BAU erstmals den Wohnbedarf älterer Menschen für die Kommunen in Deutschland ermittelt. Sie haben sich dazu in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen.
Die vom Pestel-Institut durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es im Ennepe-Ruhr-Kreis einen enormen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen gibt. Das bedeute neben dem Sanieren für Senioren auch den Neubau von altengerechten Wohnungen. Denn ein Teil der Altbausubstanz lasse sich nicht mehr wirtschaftlich barrierearm umbauen: ohne Stufen in den Wohnungen und mit einem Aufzug im Haus.
„Es ist eine Mammutaufgabe, die Bausubstanz zu sanieren“
Das Pestel-Institut hat errechnet, dass es im Jahr 2025 im Ennepe-Ruhr-Kreis nahezu 16 Prozent mehr Haushalte mit einem Über-70-Jährigen geben wird als heute. Wenn man davon ausgehe, dass nur jeder Fünfte der dann 42 640 Senioren-Haushalte auf eine Wohnung ohne Barrieren angewiesen sei, müsse dringend saniert und neu gebaut werden – mit Türen, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passt, und mit schwellenfreien Duschen. „Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine altengerecht ausgebaute Wohnung haben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.
Neben der Schaffung von altengerechtem Wohnraum sieht das Pestel-Institut im Ennepe-Ruhr-Kreis auch einen erheblichen Nachholbedarf bei der energetischen Gebäudesanierung. So weist die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ auf den hohen Anteil älterer Bausubstanz im Ennepe-Ruhr-Kreis hin: Knapp 33 Prozent aller Wohngebäude sind demnach Nachkriegsbauten, die bis Ende der 60er-Jahre errichtet wurden. „Es ist eine Mammutaufgabe, diese Bausubstanz zu sanieren. Hier stecken aber erhebliche Reserven, die Hausbesitzer und Wohnungseigentümer nutzen können, um Energie einzusparen“, so Matthias Günther.
Klute & Partner Vermögensverwaltung GbR
Kreisstraße 20, 58453 Witten
Tel: (02302) 20 20 4 - 0
Fax: (02302) 20 20 4 - 29
eMail:
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.



